Cottbus bekommt eine staatliche Universitätsmedizin!

Das Brandenburger Landeskabinett hat heute den Weg für den Aufbau der Universitätsmedizin Lausitz geebnet und ein finales Gesamtkonzept verabschiedet. Das Carl-Thiem-Klinikum wird zur Universitätsklinik ausgebaut. Dies ist eine wegweisende Entscheidung für die Stadt Cottbus und die gesamte Region. Das CTK hat sich bereits in verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv mit dem Curriculum für die Medizinerausbildung und Schwerpunkten der zukünftigen Forschung beschäftigt. Nun können weitere, konkrete Planungen vorangetrieben werden.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sagt dazu: „Das Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus“ (IUC) ist ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts zur Strukturentwicklung der Lausitz. Wenn jetzt die nächsten Hürden genommen werden, bekommt die Region ein neues Markenzeichen, das auch in die sächsische Lausitz ausstrahlen wird. Das IUC gibt der Attraktivität von Cottbus einen weiteren Schub. Hier werden junge Medizinerinnen und Mediziner aus dem In- und Ausland ausgebildet, die wir dringend als Nachwuchs in unseren Krankenhäusern und Arztpraxen brauchen. Das IUC soll ein Modell zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum werden. Ich freue mich darauf.“

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle hat im Anschluss an die Kabinettbefassung gemeinsam mit den Projektbeauftragten Dr. Ulrike Gutheil und Prof. Dr. Eckhard Nagel die wesentlichen Inhalte des Konzepts für den Aufbau des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus (IUC) präsentiert. Das Konzept soll Ende März an den Wissenschaftsrat zur Begutachtung übergeben werden. Mit einem Ergebnis der Begutachtung wird im Frühjahr 2024 gerechnet. Abhängig davon könnte die Medizinische Universität Mitte 2024 gegründet werden, 2026 könnten dann die ersten Studierenden starten.

Der Bund und das Land investieren bis 2038 rund 2,1 Milliarden Euro für Aufbau und Betrieb des IUC. Bis 2035 sollen allein im Bereich Forschung und Lehre rund 1.300 Stellen geschaffen werden – eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im Umfeld der Unimedizin wird noch hinzukommen. Geplant sind 200 Studienplätze pro Jahr, dies bedeutet, dass im Endausbau etwa 1.200 junge Menschen in Cottbus Medizin studieren werden.

Die Gründung einer eigenständigen Medizin-Universität in Cottbus schafft die Grundlage für eine optimale Entwicklung des IUC und der BTU: Beide können sich künftig auf ihre Stärken konzentrieren und auf Augenhöhe kooperieren. „Der Aufbau einer staatlichen Universitätsmedizin in Cottbus ist eines der ambitioniertesten Projekte der Landesregierung bei der Strukturentwicklung der Lausitz.“ sagt Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle.

Die Universitätsmedizin ermöglicht nicht nur jungen Menschen das Medizinstudium in Cottbus, es zeigt auch Medizinerinnen und Medizinern eine wissenschaftliche Perspektive in der Lausitz auf und wird langfristig dem Ärztemangel in der Region entgegenwirken. Damit werden neue Impulse für die Medizin der Zukunft gesetzt, über Brandenburger Grenzen hinaus. Das Carl-Thiem-Klinikum wird als Teil der Universitätsmedizin Lausitz gemeinsam mit allen Akteuren Maßstäbe setzen kann.

 

Weitere Informationen sowie die zentralen inhaltlichen Aspekte des Konzepts sind unter https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/wissenschaft/innovationszentrum-universitaetsmedizin-cottbus abrufbar.