330 neue Auszubildende starten in High-Impact-Gesundheitsberufen

MUL–CT stärkt Tech- und Medizinexpertise

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL–CT) setzt ein klares Signal für die Zukunft der digitalen und technologisch unterstützten Gesundheitsversorgung. Zum Ausbildungsstart am 1. Oktober begrüßte die Akademie der MUL–CT rund 330 neue Auszubildende in insgesamt 15 Klassen – ein bedeutender Schritt zur nachhaltigen Fachkräftesicherung in einer zunehmend technisierten Medizinlandschaft.

Ausbildung für ein digital vernetztes Gesundheitswesen

Die neuen Jahrgänge verteilen sich auf Berufsprofile, die ohne moderne Technologie, Software-gestützte Diagnostik und hochvernetzte Systeme kaum noch denkbar sind. Dazu gehören:

  • Notfallsanitäter*innen – arbeiten mit digitalen Leitsystemen, Telemedizin und KI-unterstützten Einsatzentscheidungen.

  • Physiotherapie – zunehmend unterstützt durch Sensorik, Bewegungsanalytik und digitale Patient*innenpfade.

  • Medizinische Technolog*innen für Radiologie (MTR) – Profis im Umgang mit High-End-Bildgebung, PACS-Systemen und automatisierten Workflows.

  • Medizinische Technolog*innen für Laboranalytik (MTL) – arbeiten in daten- und prozessorientierten Laborumgebungen, von molekularer Diagnostik bis halbautomatisierter Analytik.

  • Anästhesietechnische (ATA) und Operationstechnische Assistenz (OTA) – Schnittstelle zwischen chirurgischem Team, Robotik, Monitoringtechnik und OP-IT-Infrastruktur.

  • Gesundheits- und Krankenpflegehilfe sowie Pflegefachfrau/-mann – zunehmend eingebettet in ein digitalisiertes Klinikökosystem mit Dokumentationssystemen, Telemetrie und smarten Assistenztechnologien.

Rund zwei Drittel der Neuzugänge entscheiden sich für einen pflegerischen Beruf – ein Bereich, der heute genauso digitale Kompetenz wie Empathie verlangt.

Digitalisierung als Schlüssel zu Fachkräftesicherung

Akademieleiter Christian Raum betont, wie wichtig technische und strukturelle Weiterentwicklungen für die Region Lausitz sind:

„Unsere neuen Auszubildenden sichern die digitale, medizinische und pflegerische Versorgung von morgen. Modern ausgebildete Fachkräfte sind entscheidend, um die Gesundheitsversorgung technologisch leistungsfähig und patientenzentriert zu gestalten.“

Gemeinsam mit Susanne Mitzscherlich (Leiterin der Medizinischen Schule) und Susan Kubon (Leitung pflegerische Ausbildung) begrüßte er die Auszubildenden an den vier Lehrstandorten in Cottbus und Forst.

Vier Standorte, ein technologisch breit aufgestelltes Ausbildungsnetz

Die Azubis starten ihre Ausbildung an:

  • der Medizinischen Schule (Welzower Straße 27)

  • der OTA/ATA-Schule (Welzower Straße 25a)

  • der Rettungsdienstschule (Feigestraße)

  • der Medizinischen Schule Forst (Pestalozziplatz)

Alle Standorte setzen zunehmend auf Simulationstechnik, digitale Lernumgebungen, vernetztes Training und medizintechnische Infrastruktur.

 


Hintergrund: Neue Berufsbilder, neue Technologien – und 110 frische Absolvent*innen

Parallel zum Ausbildungsstart verabschiedete die Akademie im Cottbuser Weltspiegel 110 Absolventinnen und Absolventen aus acht Gesundheitsberufen – darunter auch die ersten Abschlussjahrgänge der OTA- und ATA-Ausbildung, die erst 2022 eingeführt wurden. Beide Berufsbilder sind zentral für High-Tech-Prozesse im OP.

55 Absolvent*innen haben direkt einen Arbeitsvertrag mit der MUL–CT unterschrieben und verstärken künftig die Teams in Kliniksystemen, OP-Abläufen, Diagnostik und Laborautomation.